Die bisherige Gewinnung von Meeresgroßalgen erfolgt in Ländern mit Meerzugang. Hauptsächlich wird eine Sammlung oder eine Monokultivierung von Algen an Küsten bzw. im küstennahen Meeresbereich durchgeführt. AlgenProjekt hat sich zum Ziel gesetzt, die Meere zu schützen und gleichzeitig ihr Potential für den Menschen nutzbar zu machen.
Die großtechnische Produktion mariner Makroalgen findet nahezu ausschließlich im asiatischen Raum statt und ist hierbei auf Regionen mit Meerzugang insbesondere auf Küsten oder den küstennahen Meeresbereich begrenzt.
Im Rahmen der Erzeugung von Meeresalgen wurden vielfältige technische Strukturen entwickelt, mittels derer die Produktion im Meer als auch die Ernte der Algen erhöht und vereinfacht werden sollten. Die Produktionssysteme reichen von verankerten bis zu freischwimmenden Strukturen, von traditionellen „Long-lines“ über Netze bis hin zu ringförmigen Haltesystemen, die in der Gezeitenzone, in Lagunen oder im Offshore-Bereich ausgebracht sein können.
Die Anzucht, Ernte und Aufbereitung der Algen sind jedoch auch weiterhin arbeits- und kostenintensiv. Daher wurden neben der Algenproduktion im Meer diverse landbasierte Kultivierungsvarianten entwickelt, die eine höhere Prozesskontrolle ermöglichen, aber zum Teil auch einen größeren materiellen und energetischen Mitteleinsatz erfordern.
Bisher wurde eine landgestützte Produktion von Makroalgen meist nur in Ergänzung zu einer Kultivierung im Meer eingesetzt. Vornehmlich dienen sie der kontrollierten Anzucht juveniler Stadien und der Aufpflanzung der Algen-Sprößlinge auf die Haltestrukturen, welche später im Meer ausgebracht werden.
