In Zukunft können Algen – egal ob Mikroalgen oder marine Makroalgen - jederzeit und überall an Land kultiviert werden. AlgenProjekt entwickelt Technologien zur gezielten Gewinnung mariner Makroalgenbiomasse an Land.
Bei der offenen Kultivierung von Makroalgen an Land haben sich Tanks, insbesondere Rundtanks, als vorteilhaft erwiesen. Sie ermöglichen eine kontrollierte und optimale Zirkulation im belichteten und unbelichteten Bereich. Aus Kostengründen sowie aus Sicht der Handhabung sind offene Strukturen zur Kultivierung von Algen vorteilhaft. Allerdings erlauben diese Systeme nur eine geringe Prozesskontrolle und erhöhen zudem die Gefahr einer unabsichtlichen Kontamination der Algenkultur durch biotische und abiotische Umweltfaktoren.
Konzept eines Rechtecktanks zur landbasierten Produktion von Meeresalgen:


Bislang führte das Fehlen eines spezifisch für marine Makroalgen angepassten landgestützten Kultivierungssystems in der Nutzung von Makroalgen in Aquakulturanlagen. Der dortige Einsatz von Makroalgen beschränkte sich jedoch auf deren Verwendung als alternative biologische Behandlungsstufe innerhalb der Aufreinigung von beispielsweise Fischabwässern.
Die Verwendung der Makroalgen in der Abwasseraufbereitung bestätigt die bislang untergeordnete wirtschaftliche Bedeutung von Makroalgen im Vergleich zu den Hauptprodukten Fisch, Muscheln und Shrimps.
AlgenProjekt zielt auf die Förderung und Etablierung der Makroalgenkultivierung an Land als selbstständiger Wirtschaftszweig. Dabei fokussiert Algenprojekt auf die Produktion von qualitativ hochwertiger Algenbiomasse, die für eine Vielzahl von Verwertungsmöglichkeiten eingesetzt werden kann.
Zudem widmet sich AlgenProjekt der zielgruppenübergreifenden Information und dem Wissenstransfer rund um das Thema Meeresgroßalgen, Mikroalgen, Kultivierungstechnologie und Methodik.